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St.Anna-Brücke benannt nach der Schutzheiligen des Ortes Mayschoß-Laach


Der kleine, aber wilde Nebenfluss des Rheins, die Ahr, ist um eine Attraktion reicher. Eine Brücke aus heimischem Douglasienholz überspannt den Fluss mit einer Länge von 29,2 m bei Mayschoß-Laach. Sie entstand im Winter 2004/2005 nach ca. 4 Wochen reiner Bauzeit durch die Firma Holzbau Kastor, Oberwesel. Der Ahrtalradwanderweg, dessen Teil die Brücke ist, erhält damit ein architektonisches Highlight in Holz, das nördlich der Alpen seinesgleichen sucht. Gleichzeitig ist die Holzbrücke ein wichtiges Referenzobjekt der Europäischen Holzroute/Route du Bois.

Schutz für Jahrhunderte


Augenfällig ist das Brückendach, wie es bei jahrhundertealten, alpenländischen Brücken bekannt ist. Der Hinweis auf die alte Holzbaukultur deutet die Funktion des Daches an, nämlich den Schutz des darunter befindlichen Bauwerkes vor den Unbilden des Wetters. Das ist allerdings nur ein Teil des konstruktiven Schutzsystems: Die Längsträger der Brücke werden durch Stahlblechhauben abgedeckt und mit ausreichenden Hinterlüftungen versehen. Die Verwendung der sehr widerstandsfähigen Holzart Douglasie ergänzt die Schutzmechanismen. Das Bauwerk kann damit auf chemischen Holzschutz vollkommen verzichten, was ein großer Vorteil für die Gewässerökologie ist und die Unterhaltungskosten entscheidend reduziert.

Montage der gewaltigen Längsträger


Weniger augenfällig, aber wesentliches Konstruktionsmerkmal der Brücke sind 10 Längsträger aus ganzen Baumstämmen - die vielleicht älteste Brückenbauweise der Menschheit. Die gewaltigen Dimensionen von 82 cm Mittendurchmesser der Einzelbäume erlauben die Nutzung der Brücke auch für den Schwerlastverkehr bis zu 20 to. Wahre Giganten der Wälder setzen damit ihre Existenz als kaum veränderter Baustoff für möglicherweise einige Jahrhunderte fort. Der Effekt der CO²-Speicherung des Holzes während seines Wachstums im Hinblick auf die Reduzierung des Treibhauseffektes potenziert sich durch die lange Lebendauer des Bauwerkes enorm. Die Verbindung von Holz aus naturnaher, auf lange Produktionszeiträume ausgerichteter Forstwirtschaft, der energieextensiven Herstellung des Bauwerkes, seiner geringen Unterhaltungsnotwendigkeit (Verzicht auf chemischen Holzschutz durch zweifach konstruktiven Holzschutz) und vergleichsweise niedrigen Kosten für Bau und Unterhaltung demonstrieren die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie und sind ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Agenda 21 zur Verringerung des Treibhauseffektes.

Die gewaltigen Längsträger und die beachtliche Spannweite von 29,2 m machen die Anna-Brücke, benannt nach der Schutzheiligen von Mayschoß-Laach zur

                                         größten Ganzstammbrücke Deutschlands.





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